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Studienfahrt Irland 2011

Failte go Eireann! – Welcome to Ireland! 

Unsere Erkundung der grünen, tief grünen Insel begann für uns alle zu einer Zeit, lange bevor an Aufstehen auch nur zu denken war. Schon um 5:30 Uhr trafen wir uns alle in Hildesheim, bereit aufzubrechen zu der Insel, von der wir bereits so viel gehört hatten: Irland  — die grüne Insel der gastfreundlichen, rothaarigen, sturen, trinkfreudigen, katholischen und golfbesessenen  Iren sowie ihrer unzähligen wolligen Nachbarn, der Schafe. Nicht zu vergessen  die kleinen, frechen Kobolde, genannt Leprechauns, die immer für Chaos sorgen.

irland Gruppenbild 200So beanspruchen sie von jedem Guinness den letzten Schluck im Glas, der wohl nur allzu oft ausbleibt, wie das verregnete, irische Wetter vermuten lässt.
Noch bevor wir die Chance bekamen, einen Fuß auf irischen Boden zu setzen, am Rock of Cashel, einer der vielen irischen Klosteranlangen, verbrachten wir eine Nacht in Canterbury. Dort hatten wir Zeit, uns an die ungewöhnlichen Fahrgewohnheiten der Engländer zu gewöhnen, die die Iren unter der englischen Krone einst übernommen hatten.
Mit unserer Ankunft in Irland begann dann die Entdeckungstour, zunächst einmal auf der Dinglehalbinsel an der Westküste. Diese begann mit einer 40 km langen Fahrradtour rund um unseren Aufenthaltsort Dingle entlang den Klippen. Die Mutigen unter uns, die es schafften, diese Radtour trotz heftigen Seitenwindes zu beenden, stellten sogar einen neuen Rekord auf.  Währenddessen genossen die Übrigen einen Tag am Strand oder in der Stadt. Um sicherzugehen, dass auch diejenigen, die nicht genug Durchhaltevermögen für die Radtour besaßen, nichts verpassten, brachen wir am nächsten Tag noch einmal zu einer Bustour auf. Sie führte uns zunächst zum Dunbeg Ringfort (Dùn Beag), einer der oft anzutreffenden Bienenkorbhütten, dann nach Dunquin und dessen nur über einen schmalen, gewundenen Weg zu erreichenden Hafen und schließlich ins Blasket Islands Visitor Center. Da wegen der stürmischen See eine Überfahrt zu den Blasket Islands (Na Blascaodaí) nicht möglich war, begnügten wir uns mit einer der Audiovisionen, die uns auf unserem Weg begleiteten. Im Anschluss an den historisch und landschaftlich geprägten Vormittag ging es am Nachmittag zu unserer ersten Golftour.  Der lustige Zeitvertreib blieb allerdings vor allem durch zahlreiche verloren gegangene Bälle, ramponierten Rasen sowie unkalkulierbare Schläge in Erinnerung.
Damit waren die Tage in Dingle auch schon vorbei, und wir brachen zu unserem nächsten Reiseziel auf: Doolin. Auf dem Weg zu unserem nächsten Hostel hielten wir bei den Cliffs of Moher (Aillte an Mhothair) an, einem der beeindruckendsten landschaftlichen Züge Irlands, bei gutem Wetter. Dieser einmalige Anblick blieb uns allerdings durch starken Nebel verwehrt. Die Schuld daran tragen vermutlich die Leprechauns, die wir mit unserer Unwissenheit um ihren letzten Anteil am  Guinness wohl verärgert hatten.
Der nächste Tag begann mit nicht viel besserem Wetter, sodass uns auch eine zweite Chance auf den Blick von den Cliffs of Moher nicht gegeben war. So setzten wir unseren Weg fort und verließen Doolin, um eine Wanderung durch einen der seltenen Wälder Westirlands zu machen. Mutige Mitschüler machten sich gemeinsam mit Herrn Baris zu einer Höhlenexpedition auf, von der auch alle vollkommen unverletzt, aber nass bis auf die Knochen, zumindest jene ohne Regenkleidung, lebendig zurückkehrten. Die Schaulustigen blieben mit Herrn Heinicke draußen und beobachteten das Spektakel amüsiert. Nachdem alle zum Bus zurückgefunden hatten und wieder einigermaßen trocken waren, setzten wir unsere Reise fort. Unser Weg führte uns durch die Burrenregion zum Poulnabrone-Dolmen, einer alten Grabstätte, und schließlich nach Galway, einer großen Universitätsstadt, die nicht nur tagsüber für jeden etwas zu bieten hatte.  
Die dritte unserer Fährfahrten ging nach Kilronan, der größten Siedlung auf Inishmore (Inis Mór), der größten Insel der Aran Islands, berühmt für ihre Aran Sweater. Dort angekommen, unternahmen wir eine Wanderung entlang dem europäischen Fernwanderweg 17. Bei dieser Aktion sorgten einige von uns dafür, dass nachfolgenden  unsportlichen Abenteurern der Weg erleichtert wurde. Nach dieser Kletterpartie erreichten wir dann unser Ziel, Dun Aengus (Dún Aonghasa), ein bedeutendes Steinfort mit offener Ausrichtung zu den Klippen, das  zu Verteidigungszwecken errichtet worden war. Es ist allerdings unklar, ob es jemals Verwendung fand.
Unser  immer zuverlässiger Busfahrer brachte uns sicher zu unserer nächsten Sportstunde zum Diamond Hill im Connemara-Gebiet. In dieser beeindruckenden und faszinierenden Landschaft, durchzogen von schwarzen Seen und den Wicklow Mountains, begannen wir den Diamond Hill zu erklimmen. Die schnellsten schafften den Aufstieg der ca. 500 Höhenmeter  innerhalb von einer knappen dreiviertel Stunde, dennoch gelang es nicht, den bestehenden Rekord zu brechen. Interessanter gestaltete sich der Abstieg, bei dem uns starker Gegenwind zu schaffen machte, sodass allein das Aufrechtstehenbleiben manchmal einem Kunststück glich. Zur anschließenden Erholung erwartete uns ein weiterer Golfplatz, der allerdings eher einer Schafweide glich.
Nach einem kurzen Stopp bei Clonmacnoise, einem weiteren Kloster, erreichten wir Dublin (Baile Átha Cliath), wo wir zunächst das Nationalmuseum besuchten. Auf unserem Weg durch die Dubliner Innenstadt zum letzten Hostel unserer Tour sorgten wir für einigen Aufruhr und ein leichtes Verkehrschaos, als unser Busfahrer vom Navi in eine viel zu kleine Straße dirigiert wurde. Das Wendemanöver konnte nur mit Hilfe der freundlichen irischen Polizei gelingen. Unsere Zeit in Dublin war vor allem durch Shoppingtouren und Pub-Besuche geprägt, erleichtert durch die vorhergegangene Stadtführung. Besonders beeindruckend war dabei die Besichtigung des Trinity College und des in ihm verwahrten Book of Kells. Unser letztes Ziel war Glendalough, eine inmitten grüner Wälder um zwei Seen erbaute Klosteranlage.
Reich an Erfahrungen und mit der Gewissheit, dass niemand von uns Irland je vergessen wird, kehrten wir heim nach Hildesheim.
Isabel Kumpe, Anja Westphale

Mehr Bilder der Fahrt gibt es in unserer Galerie
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