Andreaskreuz 170

Aus der Galerie


Kanukurs Jhg. 5
Image Detail

Jetzt online

Keiner

QR-Code

QR-Code dieser Seite

Schokolade in Acryl – Teil II

Vom Umgang mit zeitgenössischer Kunst
Bereits im Jahresbericht 2010 wurde der Projektstart der Kooperation mit dem Hornemann Institut, der HAWK Fakultät Erhaltung von Kulturgut, dem Gymnasium Himmelthür und unserer Schule dargestellt. Hier ist nun die eigentliche Arbeit der zehn Schülerinnen innerhalb des Projekts beschrieben.

Nach einer Phase der Orientierung und der Einarbeitung formierten sich fünf Zweiergruppen, die jeweils mit einem Künstler ein Interview zu dessen Kunstverständnis und besonders zu seiner Einstellung zum Erhalt und der späteren evtl. restauratorischen Behandlung seiner Werke führten. Besuche mit der gesamten Gruppe bei Roland Bauer (Hildesheim), Gerd Winner (Liebenburg), Paul Kunofsik (Druckwerkstattbesuch an der HAWK) und Hans-Werner Kalkmann (Bad Salzdetfurth) gaben den Schülerinnen einen ersten Eindruck der Künstlerpersönlichkeiten. Bemerkenswert war die Offenheit aller Künstler, mit der sie die Gruppe empfingen, durch ihre Räume führten und Fragen beantworteten. Auf dieser Basis kam es zu folgenden Interview-Gruppen:
Roland Bauer - Saskia Schulz, Miriam Steinke; Hans-Werner Kalkmann - Denise Dörrie, Bürge Uprak; Gerd Winner - Alexandra Glawe, Vivien Wiltzsch; Timm Ulrichs - Marie Hellberg, Linda Kalski
Nur Leonie Döge und Lea Jürgens hatten mit ‚ihren’ Künstlern kein Glück, da Michael Sailstorfer (Berlin) aus zeitlichen Gründen später absagte und ein Interview mit Gernot Schindofski (Dresden) an Terminschwierigkeiten scheiterte. Jedoch haben sich für Lea und Leonie durch die Ausstellungsbesuche der beiden Künstler gute Kontakte zur Kuratorin der Kestnergesellschaft Hannover und zu Herrn Hilbig vom Stammelbachspeicher entwickelt, so dass sie für ihre Facharbeit (Wie entsteht eine Ausstellung) von beiden mit Daten versorgt wurden.
Aber auch alle anderen machten ihre Erfahrungen, wie schwierig u.a. Terminabsprachen sein können, und lernten kennen, wie differenziert Organisationsstrukturen der Lebens- und Arbeitswelt von Kunst und Kultur außerhalb des Schonraums Schule sein können.
Eigenständig managten die Schülerinnen die Interviewphase, die durch Frau Prof. Dr. Schädler-Saub von der HAWK und Frau Seidler als begleitende Restauratorin methodisch angeleitet wurde. Besuche der Gruppen in Ausstellungen oder Ateliers der Künstler schafften eine vertrauensvolle Basis, in der die Interviews entstanden. Oft war auch das jeweilige Facharbeitsthema mit dem Künstler oder seiner Kunst verknüpft und forderte die Schülerinnen in ihren ersten wissenschaftlichen Erprobungen zusätzlich heraus.
Aber auch der Umgang mit erhobenen Daten und Aussagen war für die Schülerinnen neu. So mussten die Interviews für eventuelle Teilveröffentlichungen von den jeweiligen Künstlern autorisiert werden. Hier reichte dem Einen lediglich eine Leseprobe, während ein Anderer das präzise Interviewprotokoll der Schülerinnen schätzte, sich so jedoch nicht zitieren lassen wollte und das gesamte Interview überarbeitete.
Die Würdigung der Arbeitsleistung aller Projektteilnehmerinnen fand Ende Juni statt. Frau Dr. Weyer vom Hornemann Institut moderierte diese Abschlussveranstaltung an der HAWK am Brühl. Mit kurzem Grußwort eröffnete die Präsidentin der HAWK, Prof. Dr. Christiane Dienel. Anschließend erläuterte Frau Prof. Dr. Schädler-Saub Idee und Konzept, bevor die beiden Schulen ihre Ergebnisse präsentierten. Eingeleitet wurden diese Präsentationen von Vertretern der Schulleitungen und den Lehrern Frau Junker vom Gymnasium Himmelsthür und Herrn Musiol vom Andreanum. Herr Bringewatt war von dem Projekttitel sinnlich so berührt, dass er seinen Redebeitrag mit einer Runde Schokolade für die Zuhörer versüßte.
Neben den Redebeiträgen der Schüler hatten unsere fünf Gruppen ihre Ergebnisse auf einem DIN A1 großen Präsentationsposter dargestellt. Auf den folgenden Seiten sind, allerdings in minimierter Form, zwei Beispiele abgedruckt.
Als Projektlehrer weiß ich, dass es ein sehr arbeitsintensives Vorhaben war. Aber ich bin auch davon überzeugt, dass die Schülerinnen durch diese Verknüpfung mit außerschulischen Lernorten ihre intellektuellen Fähigkeiten schulen konnten und es einen Zugewinn an nutzbringender Lebenserfahrung für jeden gab.
Siegfried Musiol
ShoppingASEhandelASErhvervIndexDKServiceIndexDK