Ein einfach geniales Wochenende…
Eine Menge motivierter junger Menschen, ein Programm voller spannender Themen, interessierte und engagierte Referenten und Kursleiter – so könnte man den 111. Jugend Presse Kongress in Hamburg beschreiben.
Eingeladen von den young leaders erreichten wir Hamburg und gleich nach dem Abendessen in der Jugendherberge wurden wir mit einem besonderen Schauspiel begrüßt: Direkt am Hamburger Hafen war ein riesiges Feuerwerk zu bewundern, das sich zusätzlich noch im Wasser des Hafens spiegelte. Da machte auch die vorgeschriebene Bettruhe nichts, obwohl man natürlich noch viel lieber mit den vielen anderen Jugendlichen geredet hätte. Aber es half nichts, denn wir wollten am nächsten Morgen, gleich nach dem Frühstück, pünktlich zum Airbusgelände fahren. Am Eingang begrüßte uns eine Tafel mit der Aufschrift „Wir begrüßen die Teilnehmer des 111. Jugend Presse Kongresses“. Bei der Fahrt über das große Gelände verflog auch schnell der letzte Rest der Müdigkeit und spätestens, als wir offiziell von der young leaders GmbH begrüßt wurden, war jedem klar, dass es hier alles geben würde, außer einem: Langeweile!
Nach der Zuteilung der Aufgaben und der Arbeit in den einzelnen Gruppen des Kongresses referierten Experten über Themen rund um die Luftfahrt und deren Zukunft. Uns wurde sowohl die Welt der Firma Airbus näher gebracht, die neuesten, umweltfreundlicheren Techniken, wie beispielsweise die Brennstoffzelle, aber auch die Ausbildungsmöglichkeiten für junge Menschen und wie die Globalisierung immer mehr den internationalen Arbeitsmarkt verändert.
Nach der reinen Theorie, die jedoch gerade für uns, die wir das Wort Brennstoffzelle vielleicht einmal gehört, aber noch nicht deren Funktionsweise verstanden hatten, die hier spannend präsentiert wurde, gab es „Airbus zum Anfassen“. Wir wurden mit Bussen über das Airbus-Gelände gefahren, besuchten die Hallen, in denen der A?380 Stück für Stück hergestellt wird. Keine Frage blieb unbeantwortet, kein Teil des Flugzeugs unerklärt. So hielt das Gelände auch für mich, obwohl ich eher weniger technisch versiert bin, nur interessante Erfahrungen bereit. Diese Meinung teilten wir alle und hochmotiviert begaben wir uns vor unsere Laptops, um in kürzester Zeit unsere Artikel zu schreiben. Die Filmgruppe schnappte sich Kamera und Mikrofone, um Interviews zu führen und spannende Aufnahmen zu machen, und die Webmaggruppe drehte Kurzfilme und schrieb gleichzeitig Blogs. Ziemlich müde, aber zufrieden, machten wir uns auf den Heimweg.
Die Krönung des erfolgreichen Tages war dann das Abendessen im Hamburger Hotel „Intercontinental“. Jeder redete mit jedem über Eindrücke und neue Erfahrungen, die er oder sie an diesem Tag gesammelt hatte. Und natürlich fehlte auch das Thema Schule nicht. Es wurde über G8 und G9, den Doppeljahrgang, Leistungskurse und -druck, Studienfahrten und Pflichtlektüren diskutiert. Schließlich hat man selten die Möglichkeit, sich mit Schülerinnen und Schülern aus den verschiedenen deutschen Bundesländern auszutauschen.
Auf das unterhaltsame Abendessen folgte ein traumhafter Weg zurück zur Jugendherberge, immer entlang am Ufer der Elbe. Überall in der Stadt glitzerten tausende Lichter und bei sommerlich warmen Temperaturen waren noch unglaublich viele Menschen auf den Straßen unterwegs.
Am nächsten Morgen, nach Packen und Check-Out aus der Jugendherberge, wuchs langsam die Spannung: „Hat es mein Beitrag in die Kongresszeitung geschafft?“, „Was genau hat die Webmag-Gruppe eigentlich gemacht?“, „Wer wird uns gleich von der Leinwand her anlächeln, wenn der Film von der Fernsehgruppe gezeigt wird?“
Die Präsentation war dann der perfekte Abschluss des Wochenendes. Die Vorführung der erarbeiteten Filme und Artikel hielt sowohl Lacher als auch anerkennenden Beifall bereit. Und so war es sehr schade, als wir uns am Bahnhof wiederfanden, und letzte Bilder machend das Gleis suchten, mit der Hoffnung ohne Verspätung zu Hause anzukommen. Schließlich mussten wir am nächsten Morgen wieder pünktlich zur Schule. Aufzutauchen aus der Welt der Flugmaschinen, die Köpfe reinzustecken in Lektüren und Schulbuchtexte.
Begleitet von beflügelnden Worten, passend zum Thema der Luftfahrt und dem Airbus, die bei der Begrüßung am Vortag von der young leaders Chefetage an uns gerichtet worden waren, fuhren wir nach Hause: Es sei nicht in erster Linie wichtig, überall beste Noten zu haben, sondern vor allem auch außerschulisches Engagement zu zeigen. Deswegen seien wir deutschlandweit ausgewählt worden, aus mehreren hundert Bewerbern. Das sollten wir nie vergessen.
Ulrike Pia Stegemann, Q1

