Hildesheim (apm).Am Gymnasium Andreanum soll ab Mitte Februar ein neuer Caterer in den Mittagspausen Essen für die Schüler kochen. Ein Caterer kocht Essen und beliefert damit Mensen und Kantinen. Der alte Caterer hat seine Arbeit Ende Januar eingestellt. „Derzeit können die Schüler in der schuleigenen Cafeteria essen“, sagt Schulleiter Hartmut Schulz. Da er noch über die Vertragsbedingungen mit dem Caterer verhandelt, will er derzeit noch keine Namen und Details nennen.
Am Ende waren augenscheinlich sowohl die Schule als auch der alte Caterer unzufrieden. Nach Informationen dieser Zeitung sollen nur noch wenige Schüler in der Mensa gegessen haben. Etwa 50 Essen pro Tag hat der Caterer verkauft. Wohl zu wenig, um über die Runden zu kommen. Außerdem mussten die Schüler das Essen schon am Vortag über ein Online- System bestellen. „Künftig können das die Schüler flexibler und unkomplizierter machen“, sagt Schulz. Noch am Vormittag sollen sie sich für ein Mittagessen anmelden können.
Für die Schüler bedeutet die zwischenzeitliche Schließung der Mensa vor allem längere Wartezeiten in der Mittagspause. Ein Schüler berichtete dieser Zeitung, dass sich vor der Cafeteria jetzt eine lange Schlange bildet. „Länger als sonst“, sagt er. Auch vorher gab es schon Schlangen vor der Cafeteria, denn die Qualität der Speisen in der Mensa war schwankend. „Mal sehr gut, mal eklig.“ Schulleiter Schulz kontert: „Dem einen schmeckt’s, dem anderen nicht.“ Bis der neue Caterer seine Arbeit aufnimmt, ist das Essensangebot an der Schule eingeschränkt. In der Cafeteria gibt es regelmäßig nur Pizzafladen und eine Suppe als warme Mahlzeit. Ansonsten müssen sich die Schüler mit belegten Brötchen oder Salaten begnügen.
Der neue Caterer soll ohne Mindestabnahme auskommen, da er als größerer Anbieter noch andere Mensen oder Kantinen versorgt und so schneller auf eine schwankende Nachfrage reagieren kann. Künftig will die Schulleitung stärker auf das Essen achten. „Der neue Caterer soll schülergerechte Speisen anbieten“, erklärt Schulleiter Schulz. Die Speisen sollen den Schülern also besser schmecken, was im Umkehrschluss die Aussagen des Schülers bestätigt.
Die Zahl der Mittagessen will Schulz auf etwa 80 pro Tag steigern. Das Andreanum ist eine offene Ganztagsschule, bei der nicht alle Schüler jeden Tag Ganztagsangebote wahrnehmen. „Daher gibt es bei uns auch keine Pflicht, mittags in der Mensa zu essen.“ Schulz verweist darauf, dass die Mensa meist nur von den unteren Jahrgängen genutzt wird. „Die Älteren gehen in die Cafeteria.“
© Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 03.02.2012

