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Klebe-Test vor Millionenpublikum

Hanni und Hanna probieren in der ARD, ob geschmolzene Gummibärchen ein Mädchen festhalten Hildesheim (hei).

Ganz am Anfang stand ein Teenager-Problem. Die heute 14-jährige Hildesheimerin Hanna Herzog nascht gern Gummibärchen – unerlaubterweise auch im Unterricht. Doch weil Hanna eine Zahnspange trägt, blieben darin oft Reste der Süßigkeit hängen. Hanna wunderte sich, wie ungeheuer klebrig die Bärchen sind. Und dann wollte sie der Sache auf den Grund gehen. „In der Chemie-AG haben wir aus Spaß ausprobiert, wie gut man etwas mit einem Gummibärchen festkleben kann.“

hanni hanna haz

In der kommenden Woche wird Hanna das Experiment vor einem Millionenpublikum wiederholen. Zusammen mit ihrer Freundin Johanna-Marie Küster, genannt Hanni, tritt sie in der ARD-Show „Frag doch mal die Maus“ auf. Am Donnerstag um 20.15 Uhr ist es soweit. Ursprünglicher Sendeplatz war sogar der heutige Sonnabendabend. Doch weil zeitgleich im ZDF die deutschen Fußballfrauen gegen Japan auflaufen, entschied sich die ARD für die Verschiebung.

Ohne übermächtige Konkurrenz ist die Show durchaus erfolgreich. 4,55 Millionen Zuschauer wollten bei der jüngsten Ausgabe im Februar zusehen, wie Kinder mit besonderen Talenten Prominente verblüffen. Auch damals war ein Hildesheimer dabei: DerRBG-Schüler Pilo-Luca von Sobbe kletterte geschickt unter einem Tisch herum, ohne den Boden zu berühren. Dieses Mal sind Hanna und Hanni vom Andreanum unter den Experten-Kindern – und sie können zum Thema Klebekraft von Gummibärchen einiges erzählen. Unter Anleitung der Lehrerin Britta Eickmann erwärmten die Schülerinnen die Süßware, klebten die Masse zwischen zwei Holzstückchen und notierten penibel die Ergebnisse. „Man denkt, dass alle Gummibärchen
gleich sind, aber das stimmt nicht“, sagt Hanna. Besonders gut funktionieren die gelatinefreien vegetarischen Bärchen. „Da ist Pektin drin, das klebt super“, sagt Hanni.

Im vergangenen Jahr landete der Bärchen-Versuch beim Landeswettbewerb „Schüler experimentieren“ auf Platz 3. Dann rief der WDR an, am vergangenen Donnerstag standen die beiden Mädchen in Köln vor der Kamera, neben Promis wie NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, der Tanz-Königin Maite Kelly und demTatort-SchauspielerAxel Prahl. Und natürlich Maus-Veteran Christoph Biemann, selbst ehemaliger Andreaner. Die Klasse 8E2 wird jedenfalls vor dem Fernseher sitzen und die Daumen drücken. Anders als in der Chemie-AG läuft das Experiment nicht mit Gewichten – die Fernsehleute wollen ein Mädchen festkleben. „Mal sehen, ob das funktioniert“, sagen Hanna und Hanni.

© Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung  [HAZ ], 09.07.2011

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