Andreaskreuz 170

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Der Schulträger

Greatest Hits aus 27 Jahren als Geschenk zum Abschied

festkonzert weber 2016

125 ehemalige und jetzige Schüler des Andreanums im Festkonzert mit und für Wolfgang Volpers vor 500 Besuchern

Hildesheim. „Es ist das größte Sinfonieorchester, das wir je in Hildesheim gehört haben“, konstatierte Oberbürgermeister Ingo Meyer in seiner Begrüßung zum Festkonzert des Orchestertreffens Pfingsten. 500 Besucher kamen in die Sporthalle des Gymnasiums Andreanum, um 125 derzeitigen und ehemaligen Musikschülern Wolfgang Volpers‘ volle Aufmerksamkeit zu schenken.

Volpers hat seit 1989 das Schulorchester des Gymnasiums Andreanum erfolgreich geleitet und weiterentwickelt. Seinen Musikern schrieb und arrangierte er etliche Werke auf die Instrumente. Zu einem Orchestertreffen Pfingsten trommelte Volpers Musiker der Abschlüsse 1989 bis zu den derzeitigen Achtklässlern zusammen. Der Anlass: Der Musiklehrer des Andreanums geht in den Ruhestand. Und er hat sich, den Musikern und Besuchern mit diesem Festkonzert ein großes, dreistündiges Geschenk bereitet. Auf dem Programm: „Greatest Hits“ des Orchesters.

Die Ehemaligen, von denen zahlreiche auch als Solisten, Musiker oder Dirigenten arbeiten, kamen aus allen Ecken Deutschlands, einer aus den USA. Der Geiger Konradin Seitzer, seit 2012 Konzertmeister des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, und der Bariton Martin Gerke, Gastsänger an der Deutschen Oper Berlin, setzten dem hohen Niveau des Orchesterklangkörpers zudem i-Tüpfelchen auf.

Klassik-Hits wie den ersten Satz aus Antonin Dvoráks Sinfonie Nr. 9 haben die Musiker genauso musikalisch versiert und spielfreudig einstudiert wie Howard Shores Sinfonische Suite aus „Der Herr der Ringe“. Sehr gut aufeinander eingestimmt gingen die Künstler an Werke sämtlicher Genres. Hier wurden auch rauschende Klangfeste gefeiert, etwa als Queens „Bohemian Rhapsody“ im originellen Arrangement von Tobias Quindel das Publikum fast von den Stühlen riss.

Ein weiterer Konzerthöhepunkt: Jeff Guillens Gospel „Pass me not“ in Volpers‘ Arrangement für Bariton, Chor und Orchester. Mehr als 150 Konzertbesucher nahmen als Sänger an diesem Festmahl teil. Das Stück, das Gesine Frank vor dem Konzert mit den Choristen einstudiert

hatte, saß. Der Chor, das Orchester und die starke Stimme des Baritons Martin Gerke kreierten ein klingendes Präsent, das bewegte. Gerke, der bereits in Wolfgang Amadeus Mozarts Arie „Non più andrai, farfallone amoroso“ aus der Oper „Le Nozze di Figaro“ enorme Bühnenpräsenz bewies und energisch in die Vollen ging, konnte im Gospel noch weiter ausholen. Das größte Geschenk des Abends übereichte Konradin Seitzer. Dessen brilliante Interpretation von Camille Saint- Saëns‘ „Havanaise“ E-Dur (op. 83) bezauberte. Der vielfach ausgezeichnete, 1983 geborene Geiger steckte in diesen kubanischen Tanz Leidenschaft und Feuer. Technisch und musikalisch ausgereift ging die kompositorische Mischung aus schwelgerischem Genuss und Virtuosität glänzend zusammen. Die tänzerische Leichtigkeit und die Energie, die aus den Doppelgriffpassagen und Akkorden strömte, vereinten sich in Seitzers Spiel zu einem Kunstbogen, der keine Wünsche offenließ. Ein grandioses Klangerlebnis.

Mit Johann Strauss’ (Sohn) „Kaiserwalzer“ (op. 437) wurde der offizielle Teil beendet. Minutenlange Ovationen für sämtliche Mitwirkende und besonders für den scheidenden Leiter Wolfgang Volpers.

Birgit Jürgens

 

© Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 18.03.2016
 
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    H, Weber