Andreaskreuz 170

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Alte Andreaner

Alte Andreaner

SchulSkizze Warum sollte nicht auch für Schulen gelten, was gemeinhin den meisten Sterblichen eigen ist, nämlich stolz zu sein auf Menschen, die wir ein Stück auf ihrem Lebensweg begleitet haben und die uns, sind sie zu Berühmtheit gelangt, eben diese Berühmtheit – unserer meist subjektiven Meinung nach – wenigstens partiell verdanken. Es ist natürlich nicht so, dass wir uns mit fremden Federn schmücken wollen, aber unser Hang zur Teilhabe am Außerordentlichen rückt uns doch in die Nähe des Unverdienten.

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Sir Hans Adolf Krebs

Biochemiker

kf01 Hans Adolf Krebs wurde am 25.08.1900 in Hildesheim als Sohn jüdischer Eltern geboren. Sein Vater Georg, ein angesehener Hals-Nasen-Ohrenarzt, stammte aus Gleiwitz in Schlesien, seine Mutter, eine geborene Davidson, aus Hildesheim. Sie gehörte einer jener jüdischen Familien an, die in der Hildesheimer Gegend seit dem 18. Jahrhundert lebten und eine relative Freiheit und zahlreiche Privilegien genossen. Die Familien der Biocherniker Otto Meyerhof (1884-1951) und Carl Neuberg (1877-1956) gehörten ebenfalls zu dieser Gruppe von jüdischen Familien, die durch zahlreiche Heiraten vielfältig miteinander verwandt waren. Hans Krebs hatte aufgrund der Tatsache, dass seine Familie seit über zwei Jahrhunderten in Deutschland lebte, keinerlei Bindungen an sein jüdisches Erbe. Erst während des Aufstiegs der Nationalsozialisten identifizierte sich Hans Krebs zunehmend mit den Juden. Hans Krebs machte 1918 am Andreanum zeitbedingt ein Notabitur, nahm noch – wie viele andere deutsche Juden – als Soldat am Ersten Weltkrieg teil und studierte darauf zunächst in Göttingen, dann in Freiburg, Berlin und München Medizin. Das Studium schloss er 1923 mit dem Staatsexamen ab. Die Untersuchungen zu seiner Doktorarbeit hatte Hans Krebs in Freiburg bei dem Anatomen Wilhelm von Möllendorf (1887-1944) durchgeführt, 1924 wurde er an der Universität Hamburg zum Dr. med. promoviert. Seine erste Publikation erschien 1923 und hatte den Titel: "Die Färbung des Skelettmuskels mit Anilinfarbstoffen".

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