
KonzeptionAls einzigem Gymnasium im Raum Hildesheim wurde dem Gymnasium Andreanum im Juli 2006 und 2009 durch den Kultusminister des Landes Niedersachsen das Gütesiegel „Berufswahl- und ausbildungsfreundliche Schule“ verliehen. Diese Anerkennung ermutigt fortzufahren auf dem seit einigen Jahren beschrittenen Weg, Kräfte und Mittel einzusetzen, um unsere Schülerinnen und Schüler auf ihre Berufswahl vorzubereiten. Zu diesem Zweck hat das Gymnasium Andreanum ein Konzept zur Berufsvorbereitung entwickelt, deren für alle Schülerinnen und Schüler verbindliche Teile vereinfacht im folgenden Schema dargestellt werden kann :
8. Klasse: Erkundungen in einem Betrieb eigener Wahl im
Rahmen des „Girls` Day“ „ Zukunftstages“
oder Exkursion zum Landgericht Hildesheim.
Anlage eines Berufsinformationsordners, der bis zum Abitur geführt wird.
Vor- und Nachbereitung (Bericht) durch Fachschaft Po-WI.
9. Klasse: Besuche im Berufsinformationszentrum (BIZ)
im Rahmen des Politik- Wirtschaftsunterrichts.
JUMP-START Einführung einer Recherche im Internet zur Berufsfindung (verbindlich).
2. Zukunftstag Vor und Nachbereitung (Bericht) durch
Fachschaft Po-Wi.
10. Klasse: Bereitstellung von
Informationsschriften zur Berufsorientierung.
Laufend aktualisierte Informationsaushänge über
Studienangebote und betriebliche Ausbildungsangebote.
Besuche im Berufsinformationszentrum BIZ.
Eignungstest Berufswahl (ab 2011, geva-institut)
Dreiwöchiges Diakonisches Praktikum.
11./12. Jahrgang: Betreuter Besuch des
Hochschulinformationstages der Universität Göttingen
Beratungsangebote des Berufsberaters
(auch im Kontext schulischer Veranstaltungen),
zweitägiges Berufsinformationsseminar (s. u.).
Sehr dankbar sind für die alljährliche finanzielle Unterstützung durch den Freundeskreis des Andreanums, die uns die Durchführung der verschiedenen Veranstaltungen sehr erleichtert.
Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von unterschiedlichen Angeboten, die Schülerinnen und Schülern helfen können, eine sachgerechte Berufswahlentscheidung zu treffen. Zu diesen Angeboten gehören:
die Möglichkeit im Rahmen eines einwöchigen MIG-Projektes (Management Information Game) die eigenen Managementfähigkeiten einsetzen und weiter entwickeln zu könnenAuch wenn die Teilannahme an einem Wettbewerb nicht vorrangig als berufswahlvorbereitende Maßnahme zu verstehen ist, so sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Wettbewerbes durchaus Kenntnisse, Fähigkeiten und Einsichten gewinnen, die der Berufswahl zuträglich sein können. Insofern ist es auch in diesem Kontext wichtig, dass das Gymnasium Andreanum eine Vielzahl unterschiedlicher Wettbewerbe unterstützt wie zum Beispiel
Das wohl organisatorisch aufwändigste Projekt zur Vorbereitung der Berufswahl-entscheidung ist das zweitägige Seminar für alle Schülerinnen und Schüler des 11. Jahrgangs. Nachdem dieses Seminar zweimal in Kooperation mit der Evangelischen Akademie in Loccum durchgeführt wurde, fand es seit dem Jahr 2006 in der Jugendbildungsstätte „Haus Wohldenberg“ statt und soll auch zukünftig dort für jeweils ca.100 Schüler abgehalten werden.
Kernstücke des Seminars sind die so genannten Expertenrunden am ersten Tag und das professionelle Bewerbungstraining von JUMP und AOK am zweiten Tag. Aus rund 30 Angeboten, die mit großem zeitlichen Vorlauf den Wünschen der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler entsprechend organisiert werden, können die Teilnehmer sich jeweils vier Expertenrunden aussuchen, an denen sie teilnehmen. Das Spektrum der zur Verfügung stehenden Experten reicht von Hochschullehrern über Berufspraktiker bis hin zu Studenten bzw. Auszubildenden vor allem dualer Ausbildungsgänge (u. a. Daimler, VW). Vertreter niederländischer Hochschulen stehen zur Verfügung, um über vorteilhafte Studienmöglichkeiten (ohne NC) in den Niederlanden zu informieren. Inhaltlich reicht das Spektrum von Berufsbereichen wie Kunst/Design, Jura, Physik, Psychologie, Anglistik bis hin zu Pharmazie, Medizin und Landespolizei. Daneben werden auch Informationen über den Bundesfreiwilligendienst, über das freiwillige soziale Jahr und über Auslandsaufenthalte angeboten, außerdem steht auch ein Berufsberater für aktuelle Fragen zur Verfügung. Intensive Kontakte zu Eltern, Ehemaligen, Unternehmen und Institutionen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern an diesen zwei Tagen konkrete und persönliche Einblicke in die verschiedensten Berufszweige zu bekommen und langfristige Kontakte zu knüpfen.
Eine von allen Beteiligten durchgeführte Auswertung soll die Konzeption und Durchführung des Seminars für zukünftige Jahrgänge noch effektiver und fruchtbringender machen.
Siegfried Musiol/Michael Jahn im April 2012

