Das Gymnasium Andreanum in Hildesheim ist eine Schule in der Trägerschaft der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Durch ihren Auftrag, das biblische Evangelium in Wort und Tat zu bezeugen, sieht sich die Kirche dazu aufgerufen, für den Menschen, für seine Würde und seine Rechte, für die Entfaltung seiner Fähigkeiten und Kräfte in einem sinnerfüllten und verantworteten Leben einzutreten. Das Verhältnis von Verkündigung und Bildung, Glauben und Lernen muss dabei immer wieder von Neuem durchdacht werden.
Als evangelische Schule richtet sich das Gymnasium Andreanum mit seinem Angebot zunächst an evangelische Kinder und Eltern. Dass auch Angehörige anderer anerkannter christlicher Konfessionen diese Schule besuchen, ist eine Selbstverständlichkeit. Grundsätzlich steht das Gymnasium Andreanum auch Mitgliedern anderer Religionsgemeinschaften offen, wenn sie sich auf das Konzept einer christlichen Schule einlassen können.


Schulträger
Das Gymnasium Andreanum ist eine staatlich anerkannte Schule in freier Trägerschaft. Das bedeutet, dass hier dieselben Abschlüsse wie an öffentlichen Schulen möglich sind. Als Abschlüsse können erreicht werden: erweiterter Sek. 1 - Abschluss, Fachhochschulreife, Abitur und die damit verbundene allgemeine Hochschulreife.
Das Gymnasium Andreanum setzt in bestimmten Bereichen besondere Schwerpunkte: Evangelisches Profil, Sprachkompetenz und Sprachbewusstsein, musische Bildung. Diese Schwerpunkte sind als Akzente in einem umfassenden Konzept von Bildung zu verstehen, das die einseitige Ausbildung bestimmter Fähigkeiten oder eine vorschnelle Orientierung an wirtschaftlichen Anforderungen ausschließt.
Das evangelische Selbstverständnis konkretisiert sich besonders in Religionsunterricht, diakonischem Handeln und geistlichem Leben:
Charakteristisch für das Konzept sprachlicher Bildung am Gymnasium Andreanum ist die Mehrsprachigkeit, die sich in der Regel auf
Liegt das wesentliche Ziel der modernen Fremdsprachen im Aufbau kommunikativer Kompetenz, betont der Lateinunterricht die Erziehung zu Sprachbewusstsein und kultureller Bildung. Er trainiert das analytische und synthetische Denken, indem er darin übt, komplexe sprachliche Strukturen zu überblicken, zu analysieren und in angemessenes Deutsch zu übertragen. Dabei werden die überfachlichen Qualifikationen von Stetigkeit, Genauigkeit, Systematik und Geduld in besonderer Weise gefördert. Durch die lateinische Sprache sind in fast allen wissenschaftlichen und kulturellen Bereichen wesentliche Inhalte vermittelt worden. Die rechtlichen und politischen Strukturen unserer abendländischen Welt, aber auch unsere literarischen, philosophischen, künstlerischen und naturwissenschaftlichen Denk- und Wertvorstellungen sind durch die Römer und das Medium der lateinischen Sprache geprägt worden. Lateinkenntnisse erleichtern das Erlernen moderner Fremdsprachen wie Französisch, Spanisch, Italienisch und auch Englisch.
Unverzichtbarer Bestandteil einer Erziehung, welche dem ganzen Menschen gerecht werden soll, ist die musische Bildung: die Schulung des ästhetischen Urteilsvermögens, die Förderung von Ausdruck und Ausdruckswahrnehmung, die Sensibilisierung der Selbstwahrnehmung und der Wahrnehmung des anderen in verbaler und nicht verbaler Kommunikation, die Hilfe zur Entfaltung der eigenen kreativen Möglichkeiten.
Unbeschadet der besonderen fachlichen Akzente seines Schulprofils geht es dem Gymnasium Andreanum um eine umfassende Bildung mit vielen Dimensionen. Hierzu gehört natürlich auch eine qualitätvolle Bildung in Mathematik und den Naturwissenschaften. Das Gymnasium Andreanum bietet über den naturwissenschaftlichen Fachunterricht hinaus, zu dem auch das vertiefende
Studienfahrten im 12. Jahrgang gehören zum festen Programm unserer Schule. Die Ziele sind nicht, wie sonst üblich, an Kurse oder Schwerpunkte gebunden, sondern werden von den Schülern des Jahrgangs aus dem schulischen Angebot nach Interesse und Neigung gewählt. Im Laufe der Jahre hat sich ein fester Kanon an Zielen gebildet: neben den klassischen Stätten wie Rom und Pompeji sowie Griechenland gehören auch Irland und - seit einiger Zeit - die Provence zum festen Programm. Aber auch andere Ziele haben zwischenzeitlich immer wieder zu einer Abwechslung des Angebots beigetragen, z.B. Island oder Indien.
„Musikzweig“ - das ist eine in Niedersachsen keineswegs ungewöhnliche Einrichtung. An etwa 12 Gymnasien unseres Bundeslandes wird den Schülern ein (so die Terminologie des Kultusministeriums) „besonderes Stundenangebot im Fach Musik“ gemacht. Die Besonderheiten unserer Schule erzwingen aber eine individuelle, von diesem gegebenen Modell abweichende Lösung - und eröffnen damit besondere Chancen.
Die gewonnenen zusätzlichen Stunden sollen nicht durch theoretische Arbeit, sondern durch Musikmachen genutzt werden. Das bisherige Repertoire des Musikunterrichts an Themen und Methoden wird beibehalten, aber durch musikpraktische Arbeit ergänzt. Die Arbeit im Musikzweig zielt natürlich auf musikbezogene Ziele, aber nicht nur, hat vielmehr die Gesamtpersönlichkeit im Blick.
Klasse 5 - Aufführung einer Klassensinfonie
Zehn Fragen zum Musikzweig - mitsamt Antworten
4. Gibt es eine Aufnahmeprüfung für die Musikzweig-Klasse?
9. Müssen Musikzweig-Schüler in der Oberstufe Musik als Fach wählen? 