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SV Im Schuljahr 2011/12

So soll Schule heute sein!

Auf der ersten SV-Sitzung der neuen Legislaturperiode haben wir uns Gedanken darüber gemacht, was wir am Andreanum machen möchten bzw. verändern wollen.

sv team 2011 12Um an das Thema vernünftig herangehen zu können, haben wir uns zuerst gefragt, wie und was die Schule von heute sein soll. Die Antwort lag schnell auf der Hand: Schule soll uns auf unseren späteren Beruf, unsere Karrieren und letzten Endes auf unser Leben vorbereiten. Dazu haben wir uns überlegt, wie das Leben derzeitig funktioniert und haben festgestellt,
dass der Arbeitsmarkt sich komplett verändert hat. Heute behält keiner mehr seinen Arbeitsplatz sein Leben lang, oftmals ist ein Arbeitsplatzwechsel in ferne Länder vonnöten. Verantwortungsbewusstsein den Mitmenschen gegenüber sowie der Umwelt ist oberstes Ziel. Das bedeutet, dass wir Schüler schon heute uns Gedanken machen müssen, wie die Zukunft von morgen aussehen soll. Die Welt wird immer vernetzter, die Elektronik und moderne Kommunikationsmittel sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Große Teile unseres Lebens laufen über das Internet ab. So gut wie jeder ist in einem Sozialen Netzwerk vertreten. Man verabredet sich im Internet und knüpft dort auch neue Kontakte. Annähernd das gesamte Wissen der Menschheit gibt es mittlerweile online. Theoretisch könnte also jeder Schüler den Lehrstoff am Computer erarbeiten. Der große Nachteil am WorldWideWeb ist jedoch die Unsicherheit und die teils stark verbreiteten fehlerhaften Informationen. Deshalb ist es wichtig, dass Schüler in der Schule ebenfalls lernen, mit Informationen, die im Internet publiziert werden, richtig umzugehen.
Außerdem hat sich bei unseren Überlegungen, die wir in Form eines Mindmap strukturierten, herausgestellt, dass unser Lernsystem insgesamt viel zu abgedroschen ist. Bei den Schülern sollte mehr Interesse am Lernen/Wissen/Erforschen/ Erfahren erweckt werden. Jeder Mensch kann etwas besonders gut. Wenn der zu lernende Stoff mit Charisma, hoher Motivation und neuen Lerntechniken vermittelt wird, entdecken die Schüler auch wieder Spaß an der Schule und freuen sich daran, jeden Tag zur Schule gehen zu dürfen. Aus Zwang wird Freude. Derzeitig ist die Begeisterung für den Unterrichtsstoff bei vielen Schülern nicht geweckt, was sich teilweise in schlechten Noten niederschlägt. Dies zu verändern, den Unterricht spannend, ja fast fesselnd zu machen, ist Aufgabe der Lehrer, nach dem Resonanzprinzip: Motivierte Lehrer = Motivierte Schüler .
Somit wäre gewährleistet, dass jeder Schüler einen positiven Zugang zu jedem Fach erhält. Je nach Veranlagung sollte es jedem Schüler möglich sein, die Fächer und Lehrer ihrer Wahl schon vor der Oberstufe selbst wählen zu dürfen, zu einem Zeitpunkt, an dem sie schon genug Erfahrung über ihre eigenen Fähigkeiten und Sympathien gesammelt haben. Denn eines steht fest: Lehrer, Schüler – WIR - sind alle bloß Menschen. Uns wurde von Gott eine Individualität geschenkt, die sich nicht mit objektivierbaren Maßstäben vollständig erfassen lässt.
Es wäre schön, wenn man auf diese Weise das Lernniveau mit Freude erhöhen könnte, damit wir später unseren Beruf mit Freude und großer Motivation ausüben können. Wir sind der Überzeugung, dass jeder Schüler das Recht haben sollte, die Pausen seiner Bedürfnislage entsprechend frei gestalten zu dürfen. So sollte sich beispielsweise der sportliche, energiegeladene Typ auspowern dürfen, der künstlerischen Seele Freiraum gegeben werden und dem Ruhebedürftigen genügend Platz zum „Chillen“ bleiben. Diese Maßnahmen führen ebenfalls zur Erhöhung der Lernkapazität, fördern das Denken, die Kreativität sowie die Innovation und reduzieren die Überforderung der Schüler.
Vor dem hier dargestellten Hintergrund wollen wir gemeinsam Schritte entwickeln, wie unsere Schule verbessert werden kann.

Robert-Maximilian Butz und die SV

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