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Der Schulträger

Ski-Freizeit 2017

skifreizeit 2017 1Freitag, 20. Januar, Pappelallee in Hildesheim, 20:30 Uhr:

Wir stehen mit gut gefüllten Koffern, Rucksäcken voller Proviant und Kuscheldecken am Straßenrand der Pappelallee und warten auf den Bus, der uns nach Österreich ins Hochzillertal und Richtung Schneegrenze bringen soll, wo wir, untergebracht in einem Gasthof in Münster, die nächsten 7 Tage verbringen werden.

Wir, das sind 38 Schüler aus dem 9. und 10. Jahrgang, die es kaum erwarten können, mit Frau Bruns, Frau Böning, Herrn Aschenbroich und Herrn Specht entweder das Skifahren zu erlernen, die eigenen Kenntnisse zu erweitern oder sich einfach nur die roten und schwarzen Pisten hinunter zu stürzen.

Nachdem der Bus schließlich (mit einiger Verspätung) eingetroffen, das Gepäck verstaut und die Sitzplätze gefunden sind, kann es endlich losgehen und wir fahren gen Süden.

skifreizeit 2017 2Am 21. Januar, nach einer mehr oder weniger schlaflosen Nacht, kamen wir endlich gegen 7 Uhr morgens in unserer Unterkunft an, wo es erst einmal Frühstück gab. In der darauffolgenden Wartezeit wurden bereits einige Kartenspiele ausgepackt (die während der nächsten Zeit noch öfter zum Einsatz kommen sollten) und die ersten Fotos vor einer winterlichen Bergkulisse entstanden. Schießlich holte uns ein anderer Bus ab und brachte uns zur Talstation, in der wir unsere Ski-Sachen ausleihen konnten: Skischuhe, Skistöcke, Helm und natürlich Skier, alles mit Nummer zum Wiederfinden versehen.

Wieder in Münster gab es Mittagessen und dann durften wir endlich auf unsere Zimmer. Bei einer späteren Besprechung wurden wir in sogenannte „Action-Gruppen“ eingeteilt, die im Laufe der Woche bei verschiedenen Aufgaben (von Gruppennamen erfinden über Kreativ-Abend gestalten bis Schneeskulptur bauen) Punkte sammeln konnten. Danach veranstalteten wir im Außenbereich der Gaststätte eine ausgiebige Schneeballschlacht, die allen sehr viel Spaß gemacht hat. Abends stellten die Gruppen noch ihren Schlachtruf vor, es wurde vieles besprochen und die meisten fielen schließlich einigermaßen kaputt, aber mit großer Vorfreude auf den nächsten Tag, in ihre Betten.

Und der nächste Tag sollte kommen; viel zu früh allerdings: 6:45 Uhr Frühstück, bis 7:45 Uhr fertigmachen, Skischuhe anziehen, Skier holen und spätestens 7:50 Uhr Abfahrt mit dem Shuttle-Bus zum Skigebiet. Während der halbstündigen Busfahrt schienen die meisten noch halb zu schlafen, doch als wir dann zum ersten Mal mit der Gondel fuhren und die fantastische Aussicht über die Alpen genießen konnten, war alle Müdigkeit wie weggeblasen. Die verschiedenen Gruppen legten dann auch sofort los. Die Anfänger lernten die Skier richtig anzuziehen und versuchten sich nach einigen Übungen an den ersten blauen Pisten, während Fortgeschrittene und Profis sofort losfuhren, um die schwierigeren Pisten des Skigebietes zu erkunden.

In der Berghütte bekamen wir jeden Tag ein sehr leckeres Mittagessen vorgesetzt, welches uns mit der nötigen Energie für den weiteren Ski-Tag versorgte.

Nachmittags durften wir immer eine Stunde lang in selbstgewählten Gruppen fahren, was sehr viel Spaß gemacht hat. Wer wollte (und wem es erlaubt wurde), durfte dann um 16 Uhr noch zusammen mit einigen Lehrern die Talabfahrt wagen, die streckenweise sehr steil und sehr glatt gewesen sein soll...

Die anderen „gondelten ab“ und diejenigen, die noch genug Kraft hatten oder aber dringend etwas brauchten, stapften in ihren Skischuhen (in denen man wirklich ziemlich schlecht laufen kann) zum kleinen Supermarkt in der Nähe der Talstation. Dort konnte man auch das sehr beliebte Getränk „Almdudler“ kaufen, eine leckere Kräuterlimonade aus Österreich.

Unser Shuttle-Bus holte uns und eine weitere Gruppe, die auch in unserer Unterkunft schlief, jeden Nachmittag um 17 Uhr an der Talstation ab (es war ziemlich voll), und wir kamen gegen 17:30 Uhr im Gasthof an.

Vor dem warmen Abendessen gab es dann Zeit, um zu duschen und sich etwas auszuruhen. Hinterher hatten wir dann Freizeit, in der viele Karten spielten, Musik hörten oder sich mit anderen mehr oder weniger sinnvollen Dingen beschäftigten. Jeden zweiten Abend hatten die Action-Gruppen eine Aufgabe, mit der man Punkte verdienen konnte, wie zum Beispiel einen kreativen Beitrag für den Abend gestalten, der dann von der Lehrer-Jury bewertet wurde.

Obwohl die eigentlich um 22 Uhr angesetzte Nachtruhe nicht immer eingehalten wurde und im Laufe der Woche eine allgemeine Müdigkeit entstand, überstanden die meisten die Fahrt auch mit etwas Schlafmangel und die Grundstimmung war immer sehr gut. Und wenn man sich auf der Piste „gepackt“, sich „hingelegt“ oder „den Schnee geküsst“ hatte oder vielleicht einfach nur hingefallen war, rappelte man sich meistens - auch vom untersten Ende der Piste - wieder auf. Bis auf einige wenige Schüler kamen auch alle unversehrt wieder nach Hause.

Leider war es am 28. Januar dann auch schon wieder so weit und gegen 21 Uhr erreichte ein Reisebus voller müder aber fröhlicher Schüler die Pappelallee in Hildesheim, wo unsere diesjährige Ski-Freizeit zuende ging.

Insgesamt spreche ich wohl im Namen aller Beteiligten, wenn ich diese Fahrt als ein fantastisches und großartiges  Erlebnis bezeichne, über das in unserem Jahrgang bestimmt noch oft gesprochen werden wird.

Charlotte Fritz, 9B