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Aus der Galerie

Der Schulträger

Wie speisten eigentlich die Römer?

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Dieser Frage widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5L1 unter der fachkundigen Anleitung der Museumspädagogen während unseres Museumsbesuchs am 12. März 2019 im Stadtmuseum Hildesheim (Knochenhaueramtshaus). Da wir uns im Lateinunterricht schon mehrfach mit dem Alltag der Römer beschäftigt hatten, waren wir sehr gespannt, was das Museum uns zu diesem Thema zeigen würde.

 

 

5L1 Museum 01Zunächst einmal galt es nach unserer Ankunft, das Knochenhaueramtshaus über zahlreiche Treppenstufen mit gebührendem Lärm und viel Hallo zu erstürmen (frei nach dem Motto: Ascendamus, oppugnemus, expugnemus!): Wie hoch doch so ein Haus aus dem Mittelalter sein kann! Oben angekommen wurden wir von einem gut gelaunten Museumsteam mit den Worten empfangen: „Wir haben euch schon von weitem vernommen. Wir dachten: Das ist der Einfall der Germanen.“ Und damit waren wir eigentlich schon mitten im Thema.

 

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Denn an diesem Vormittag erfuhren wir nicht nur, was die Römer  gegessen haben, sondern auch wie sie gegessen haben - nämlich im Gegensatz zum rustikalen Lebensstil der Germanen - von sehr edlem Tischgeschirr und mit besten Tischmanieren. Und diese feinen Sitten haben die römischen Legionäre dann zu uns in den Norden gebracht.

 

 

 

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Dazu wurden wir erst einmal vom Kurator des Museums, Herrn Dr. Stefan Bölke, eine Stunde lang durch die Ausstellung geführt und staunten nicht schlecht, was es in Hildesheim aus der Römerzeit zu sehen gibt. Aus den Vitrinen glänzte uns ein vielteiliges Service aus Silber entgegen mit Bechern Schalen und  Krügen, aufwändig mit Mustern und mythologischen Figuren verziert,  und sogar ein Kerzenhalter und ein klappbarer Beistelltisch. 

 

5L1 Museum 02Gern beantwortete der Museumskurator Herr Dr. Bölke alle unsere Fragen rund um den Schatz, z.B. wie das Silberservice nach Hildesheim kam. Dass nämlich irgendwann während der Regierungszeit des Kaisers Augustus römische Legionäre durch Hildesheim und zwar über den Galgenberg marschiert sein müssen, dass sie - vielleicht auf dem Weg in ein Legionslager in der Nähe von Hemmingen - den schweren Silberschatz dort vergraben haben.

 

 

5L1 Museum 04Wir erfuhren auch, wem der Schatz gehörte, dass eine Spur ins spanische Corduba führt, wo man zwei Silberschalen , die zum Hildesheimer Service gehörten, gefunden hat, auf denen sogar der Name des Besitzers notiert ist.

Auch wer den Schatz gefunden und ausgegraben hat, haben wir erfahren: Nämlich ganz zufällig preußische Soldaten, die vor 150 Jahren auf ihrem Schießstand am Galgenberg eine Übung vorbereiten wollten. 

 

5L1 Museum 05Archäologie ist eben spannend wie ein Krimi, das ist uns allen während des Rundgangs durch die Ausstellungsräume deutlich geworden. 

Nach der sehr informativen Führung machten wir uns selbst in fünf verschiedenen Workshops an die Arbeit. 

Dabei konnten wir erkunden und ausprobieren, wie ein so vornehmes Tafelsilber beim Essen der Römer zum Einsatz kam.

 Cornelia Kauke

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