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Der Schulträger

„Summer’s Rain“ – Augenzeugenbericht aus Hohegeiß

Orchester aDrei Busse mit 139 Schülerinnen und Schülern mit ihren Begleitern winden sich aus der Hildesheimer Innenstadt (Höhe 81 m über NN) kurvenreich empor auf 642 m über NN. Mit jedem Höhenmeter mehr vergessen wir die Niederungen des Schulalltags. Die Stimmen schwingen sich bereits zu ungeahnten Höhen auf. Einziger Wermutstropfen: Die alljährlichen, wenn auch meist noch kühlen Sonnenstrahlen fehlen, stattdessen Nieselregen. Doch der blasse Regenbogen am Ortseingang von Hohegeiß lässt uns hoffen!


Der Vorplatz von Haus Berlin ist bald erfüllt von Stimmen-, Instrumenten- und Koffergewirr. Doch bald senkt sich wieder Ruhe über die Fläche, denn das Chaos ist geordnet, Raum- und Zeitpläne sind ausgehängt, jedem sein Platz in Orchester- oder Chorprobe zugewiesen und Melodien quer durch Epochen und Stile durchdringen die Stille der Gebäudetrakte. Sitzt man in dem zentralen Eingangsbereich, scheint es, als ob die verschiedenen Übungsgruppen unter aktivem Einsatz aller Fachgruppenmitglieder ein harmonisches Frage- und Antwortspiel miteinander betreiben, was ihnen selbst aber verborgen bleibt.

 

Orchester cIm Orchesterprobenraum beginnt die erste Arbeitsphase mit einer bildlichen Einstimmung durch die Dirigentin in die vor uns liegenden Noten: „Stellt euch vor, es ist warm, es ist Sommer. Herrlich, also auf nach draußen, in die Natur. Wir verlassen Haus Berlin, um die umliegenden Wiesen und Wälder zu erkunden - und was merken wir? Der Sonnenschein hat sich versteckt, es regnet! Das war jetzt so aber nicht geplant. Lassen wir uns von der aufkommenden Enttäuschung mitreißen? Nein! Warum auch? Der Regen ist warm. Herrlich! Die Tropfen erfrischen die Hände, die Arme, das Gesicht, wir tanzen im Regen. Partylaune breitet sich aus. Ein Feuerwerk an Stimmung!

Doch dann nimmt die Realität wieder Raum ein: Der Regen ist nicht nur warm, sondern vor allem nass. Die Feuchtigkeit kriecht in die Kleidung, es fühlt sich kalt und ekelig an… – Und jetzt spielen wir das Stück!“ In dem Moment aus dem Kreis des Orchesters: „Aber die Erinnerung an den Regen bleibt und verschafft eine frohe Grundstimmung.“ – „Ja, so spielen wir es!“   und eine vertiefte klangvolle Umsetzung von „Summer’s Rain“ erfüllt den Raum. Wenige Stunden später nach dem Mittagessen kann man aus dem Esssaal heraus beobachten, wie das eingeübte Stück auf der tropfnassen Rasenfläche vor der Kulisse des dunklen Fichtenwaldes scheinbar nachgespielt wird. Der fühlbare Regen kann weder Stimmung noch Miteinander trüben.

Auf Nachfrage bei den Choristen zu ihrer Probengestaltung kommt die Antwort: „Die zarte Poesie einer Chorprobe lässt sich nicht einfangen!“ – Doch durchaus positiv, wenn manche Ereignisse, Wortwechsel und… den Anwesenden vorbehalten bleiben und möglicherweise das Interesse wecken, selbst zum Kreis der aktiven Mitreisenden zu zählen… Ebenso rückt manches wie in den Vorjahren in den Bereich des dunklen Mythos, wenn diejenigen berichten, die einmal dazugehörten und die manches im Sinn der „Feuerzangenbowle“ sicherlich verklärt wiedergeben. Zu diesem Bereich zählt dann auch die Ansammlung von Fundsachen, die erstaunlicher Weise nicht den Weg zurück zum Eigentümer gefunden haben, sondern ein ungenutztes Dasein in den Tiefen des Musikhauses fristen.

Wie alle Jahre freuen wir uns nach diesem Ausflug in die Abgeschiedenheit auf eine gut gefüllte Sporthalle am Hagentorwall, wenn wir am 6. Juni um 19 Uhr die Schulgemeinschaft mit auf den Weg nehmen, die von uns hier mit verschiedenen Sinnen erprobten musikalischen Einblicke zu erspüren und sich – hoffentlich ohne Sommerhitze, doch in jedem Fall ohne regenfeuchte Kleidung – von den aktiven Musikern mitreißen zu lassen: „We‘re feeling good!“

 

Orchester b