Schulanmeldungen: Alle müssen flexibel sein

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In der nächsten Woche beginnen die Termine für die kommenden fünften Klassen / Kein persönliches Vorsprechen

Von Christian Harborth

 

Hildesheim. Ab der kommenden Woche beginnen die Anmeldetermine für Schüler, die nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule in Stadt und Landkreis Hildesheim wechseln sollen. Bisher mussten Eltern sich hierfür in der Regel persönlich auf den Weg ins Sekretariat der Gymnasien, Gesamt-, Ober-, Real- und Hauptschulen machen, um Halbjahreszeugnis und Geburtsurkunde vorzulegen. Doch das ist in diesem Jahr nicht möglich.

 

„Aufgrund der Corona-Krise und den damit einhergehenden hygienischen Bestimmungen des Niedersächsischen Kultusministeriums für den Schulbetrieb wird das Verfahren zur Anmeldung von den Schulen nicht wie bisher durchgeführt werden können“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Oberbürgermeister Ingo Meyer und Landrat Olaf Levonen. Nähere Informationen dazu erhielten Eltern telefonisch von den einzelnen Schulen. Details seien zudem auf den Homepages der Einrichtungen veröffentlicht.

In der Regel müssen sich die Eltern die Anmeldeformulare jetzt ausdrucken, ausfüllen und anschließend mit Kopien der geforderten Zeugnisse und Urkunden in Briefkästen der Schulen einwerfen. Schwieriger wird es, wenn – wie mitunter im Fall von speziellen Musikklassen – eine Art Bewerbung erforderlich ist, etwa am Gymnasium Andreanum. Aber auch hier ist die Schule flexibel.

Wer am Musikzweig interessiert ist, kann im Fall des Andreanums ein Video oder eine Audiodatei mit seinem Instrumentalvorspiel an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. „Bei der Aufnahme ist die Tonqualität nicht entscheidend“, heißt es in einer Mitteilung. So können sich Schüler etwa mit dem Handy filmen – und das Ergebnis an die angegebene Adresse schicken.

Eine Bläserklasse will auch die Michelsenschule wieder bilden. Aber nicht jeder weiß, was die Jugendlichen dort eigentlich erwartet. Weil der für März geplante Informationstag, bei dem die Schüler der Bläserklasse zeigen wollten, womit sie sich beschäftigen, wegen Corona ausfallen musste, hat die Schule einen 24 Minuten langen Info-Film ins Internet gestellt. Er ist auch auf der Homepage der Schule abrufbar.

In der „Bläserklasse“ erlernen die Schüler über den Zeitraum von vier Jahren ein Blasinstrument im Klassenverband. Erfahrungen am Instrument oder Notenkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Instrumente werden von der Schule ausgeliehen. Für das Entleihen der Instrumente und den Kleingruppenunterricht auf dem jeweiligen Instrument zahlen die Eltern eine monatliche Gebühr.

Auch für das Grundschuljahr 2021/22 waren für Ende April Informationsabende geplant. Aber wegen der aktuellen Situation können weder die Informationsabende noch die Schulanmeldungen in ihrer bisherigen Form stattfinden, heißt es aus dem Hildesheimer Rathaus. Die zuständigen Grundschulen schreiben jetzt die Erziehungsberechtigten an und senden ihnen den Anmeldebogen zu. Dieser muss mit den erforderlichen Unterlagen an die Grundschule zurückgesendet werden. Sobald sich die Lage rund um das Coronavirus entspannt hat, wollen die Grundschulen auf die Erziehungsberechtigten zukommen und mitteilen, wann es einen Informationsabend oder ein persönliches Kennenlernen geben soll.

„Wenn ein Kind bei einer katholischen Grundschule angemeldet werden soll, müssen die Erziehungsberechtigten die nächstgelegene katholische Schule telefonisch oder per Mail kontaktieren“, heißt es aus dem Rathaus.

 

Text: Archiv Hildesheimer Allgemeine Zeitung [HAZ ], 2.05.2020