Andreaskreuz 170

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Der Schulträger

Slapstick, Schnitzel und Shakespeare

Fear in the forest 300Gastspiel des White Horse Theatre am 18.5.

Slapstick, Schnitzel, Shakespeare...

Drei völlig verschiedene Stücke an einem Schultag, gespielt vor einem Publikum von Klasse 5 bis Q1 – dieses erstaunliche Pensum bewältigten die vier jungen englischen Schauspieler des White Horse Theatre zur Begeisterung der Zuschauer am letzten Mittwoch im Telemannsaal.

Mit variablem Bühnenbild, viel Körpereinsatz, z.T. köstlich komischen Slapstickeinlagen und durchgehend hoher Konzentration meisterte die kleine Truppe die drei Aufführungen - und riss das Publikum mit.

„Fear in the Forest“ (für die Klassen 5 und 6) spielt in einem unheimlichen Wald, einem ebensolchen Gasthaus nebst Gruselpersonal; die Zutaten: etwas Rotkäppchen, Horrorfilm und Sherlock Holmes. Heraus kam ein sehr absurder, komischer kleiner Krimi.

The Comedy of Errors 300Ob sie deutsch sprächen, wurden die Darsteller am Ende gefragt: Nein, aber Lieblingswörter haben sie. „Schnitzel“ zum Beispiel und „Leitungswasser....

Es folgte Shakespeares „Comedy of Errors“ (für Jahrgang 10 und Q1), eine typische Verwechslungskomödie, mit zwei männlichen Zwillingspaaren, eigenartiger Weise jeweils mit denselben Namen, natürlich kurz nach der Geburt durch widrige Umstände getrennt... Ein Feuerwerk an Slapstick und Wortwitz entfaltet sich, als die Paare aufeinander treffen, ohne voneinander zu wissen... (Auch englische Schauspieler übersetzen sich Shakespeares Text übrigens vor den Proben in modernes Englisch – diese Auskunft der Darsteller mag viele im Publikum beruhigt haben, die überwiegend der Körpersprache folgen konnten...).

Drinking for Dummies 300Am Ende des Theatermarathons stand das Stück „Drinking for Dummies“ (für die Klassen 7 und 8), das auch ernstere Töne anklingen ließ – es fängt harmlos an mit einem schlafenden Geschichtslehrer (Einsatz dummy!), thematisiert die Untiefen der ersten Verabredung (Nerd weiß nicht, wie er Neue anbaggern soll - sehr schön peinlich gespielt), endet dann aber tragisch nach dem gemeinsamen „binge-drinking“ im Club...

Ein Theatererlebnis der besonderen Art, bei dem das Publikum die Sprachbarrieren schnell vergessen konnte!

C. Heidkamp