Am 1. Juni waren die Improkokken aus Hannover für unseren 9. Jahrgang zu Gast im Andreanum. Nach einer kleinen Aufwärmphase, in der die Schüler:innen sich erst einmal in die Vielfalt des Improtheaters einfinden konnten, näherten sich die Schauspieler:innen in drei kleinen Szenen der eigentlichen Thematik: Was genau kann eigentlich dazu führen, dass ein Mensch dem eigenen Leben ein Ende setzt?
Liebeskummer, Mobbing und Depressionen (als Beispiele) – keine leichten Themen und dennoch ist es den Improkokken gelungen, die Schüler:innen mitzunehmen in die Gedankenwelt verschiedener Charaktere und Szenen, ohne zu dramatisieren oder zu bagatellisieren. Nach jeder der vorgespielten Situationen erfolgte ein kurzes Gespräch: An welcher Stelle hätte welche Person sich anders verhalten können? Was hätte dies an der Situation verändert? Doch statt alles nur theoretisch durchzusprechen, wurden die Szenen direkt noch einmal in der neuen Variante gespielt – sogar unter Beteiligung einiger mutiger Schüler:innen, die gemeinsam mit den Schauspieler:innen auf der Bühne improvisiert haben.
Nach einer kurzweiligen und interaktiven Stunde wurden die Improkokken mit großem Applaus verabschiedet, bevor in den einzelnen Klassen gemeinsam mit den Lehrerinnen einige Aspekte noch einmal aufgegriffen und vertieft wurden, insbesondere Fakten und Vorurteile in Bezug auf Suizid, mögliche Warnsignale und Beratungsangebote.
Vieles wird noch nachwirken. Auf jeden Fall ist uns deutlich geworden, wie wichtig es ist, immer wieder ins Gespräch zu kommen – sowohl über die Thematik des Suizids an sich als auch dann, wenn es einer Person nicht gut geht.
Solltest du Hilfe benötigen, kannst du dich an jede Vertrauensperson in deinem privaten Umfeld oder in der Schule wenden. Ebenso findest du 24/7 bei der „Nummer gegen Kummer“ (Tel. 116111) oder unter www.krisenchat.de schnell eine Ansprechperson.
Hier geht es zur Seite des Beratungsteams: https://andreanum.de/index.php/dies-sind-wir/beratungsteam/praevention