Das Dritte Reich. Eine Diktatur in Deutschland. Die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) verfolgte mit ihrem „Führer“ Adolf Hitler nationalistische, antisemitische und fremdenfeindliche Ziele. Ein erschütternder Teil der deutschen Vergangenheit, für den wir fortandauernd Verantwortung übernehmen müssen. Ein erster wichtiger Schritt besteht darin, sich mit dem Nationalsozialismus kritisch auseinanderzusetzen und somit zu gewährleisten, dass so etwas nie wieder passieren kann.

Deshalb haben wir, die 10M, am 18.05.22 an einem Workshop im ZeitZentrum Zivilcourage teilgenommen, der sich mit dem Nationalsozialismus, besonders an dem Beispiel Hannover, näher beschäftigt. Der vierstündige Workshop begann mit einer Vorstellungsrunde, in der jeder spontan über die Bedeutung und Herkunft des eigenen Namens berichtet hat.

 

Essen Neonazis Döner?                                                                                                                                                                  
Mit scheinbar simplen Fragen, die in der tieferen Analyse doch sehr schwierig zu beantworten sind, beschäftigten wir uns anschließend. Diesen folgte ein kurzer inhaltlicher Einstieg zur „Volksgemeinschaft“ in der NS-Zeit. Dazu haben wir uns ein Bild vom hannoverschen Maschsee angesehen und darüber diskutiert, wer wohl alles und besonders wer dort keine Zeit verbringen durfte. Das Bild ist ein Abschnitt von einer an zwei Wänden festgehaltenen Chronik mit der Betitelung: Mein Erbe?. In der Chronik ist die Zeitspanne von 1890 bis heute dargestellt. Auf der anderen Seite des Raumes befinden sich ca. 50 Würfel, auf denen Gesichter von Menschen mit individuellen Biographien zu sehen sind, die während der NS-Zeit in Hannover lebten. Nach dem inhaltlichen Einstieg sollten wir uns mit einer von den vier im Folgenden genannten Personen tiefer auseinandersetzen: Hilde Schneider, die zwar die Zeit des Nationalsozialismus überlebte, aber laut der NS-Rassenideologie als „Viertel-Jüdin“ kategorisiert worden ist, erlitt gravierende Einschränkungen und war sogar KZ-Gefangene. Kurt Klebeck, der selber ein Nazi war und sechs KZ-Außenlager leitete. Karl Nasemann, der sich mit kleinen Gesten versucht hat gegen das Regime aufzulehnen. Johann Trollmann, der ein Boxstar war, aber durch seine Angehörigkeit zu den Sinti und Roma dem Nationalsozialismus zum Opfer fiel. Zur tieferen Analyse der Persönlichkeiten hatten wir die Möglichkeit, die Chronik zu studieren oder einen interaktiven Raum zu erkunden. Dieser Raum ist durch verschiedene Stationen zu ausgewählten Persönlichkeiten sehr verständlich gestaltet. Nachdem jeder einmal alles gesehen hatte, haben wir uns im Plenum wieder getroffen und uns über unsere neuen Erkenntnisse ausgetauscht. Daraus entstand eine interessante und bereichernde Diskussionsrunde.

In der abschließenden Feedbackrunde und im späteren Unterrichtsgespräch hat sich die 10M geschlossen als positiv überzeugt von dem Workshop ausgesprochen.

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