Andreaskreuz 170

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Der Schulträger

Geschichte

Und achtundzwanzig zogen durch ganz Hildesheim...

Und das ist keine Lüge! Wir, die Klasse 7EL, sind am Freitag, dem 16. März 2007 einmal durch ganz Hildesheim gelaufen - zumindest durch das mittelalterliche Hildesheim: vom Andreanum (alte Stadtmauern bei St. Michaelis) bis zum Kehrwiederturm (andere Seite der mittelalterlichen Stadt), also vom Nordwestteil der Stadt bis in den Südteil. Bei dieser kleinen Exkursion mit Frau Nast und Frau Steinke haben wir uns aufgrund des Themas in Geschichte alte und bedeutende Gebäude und einen Teil der Stadtmauer von Hildesheim angeschaut.

Los ging es am Freitagmorgen mit einem kleinen theoretischen Teil. In der zweiten Stunde stiefelten wir dann in Richtung Marktplatz davon. Vorher gab es noch einen kleinen Zwischenstopp - na klar, vor der Andreaskirche mit dem höchsten Kirchturm Norddeutschlands, den wir allerdings nicht bestiegen. Aber dann gingen wir auf den Marktplatz und schauten uns das Knochenhauer Amtshaus an, von innen und von außen. Zum äußeren Teil des Hauses hörten wir ein Referat von Antonia und dann durften wir das Haus auch von innen betrachten. Beim Anblick des für die Gäste des Hauses bereiteten Frühstücksbuffets beklagten sich einige, dass sie doch so wenig gefrühstückt hätten, aber als Frau Nast eine spätere Pause versprach, ging es ihnen gleich viel besser...

 

Im Knochenhauer-Amtshaus durften wir uns dann noch die Keller angucken, die alten Schlafkammern der Lehrlinge und Gesellen betrachten und außerdem den Versammlungs- und Festraum der Schlachterzunft von Hildesheim in Augenschein nehmen. Nach dieser Tour durch das Innere des Hauses umrundeten wir es noch einmal und betrachteten die Windbretter an der seitlichen Fassade des Hauses, die mit Erinnerungen an den Krieg bemalt sind. Danach gab es dann zur Freude aller eine Pause, die die meisten zum Eisessen im ‚Venezia‘ nutzten.

buergermeisterkette.jpgDas Rathaus war unsere nächste Station (wohin man ja wenigstens nicht so weit laufen musste) . Ein Kurzreferat von Linda war der Einstieg, in dem wir einiges gezeigt bekamen, z.B. das Ellenmaß, den Laute spielenden Affen oder die Tür des Rathauses, in die, wie man bei näherem Hinsehen entdeckt, Symbole eingearbeitet sind. Herr Kalski, Lindas Vater und persönlicher Referent von Bürgermeister Kurt Machens, gab uns schließlich eine Sonderführung durch das Rathaus, bei der wir ebenfalls Dinge sahen, die nicht viele zu sehen bekommen: das Goldene Buch der Stadt und die alte Bürgermeisterkette.

Das Goldene Buch ist ein großes, schönes Buch, in das sich alle Prominenten eintragen, wenn sie mal nach Hildesheim kommen, z.B. Joschka Fischer oder, was vor allem die Jungen der Klasse toll fanden, die Handballmanschaft der Eintracht Hildesheim (die sich nach ihrem Aufstieg in die 1. Handball Bundesliga eingetragen hatten - worauf natürlich kommen musste: ‚und jetzt steigen sie wieder ab‘ -). Die Bürgermeisterkette ist eine wertvolle Amtsinsignie, die die Bürgermeister früher und auch heute noch zu wichtigen Anlässen tragen.

goldenes_buch.jpgWährenddessen zeigten sich bei einigen schon erste Anzeichen der Erschöpfung: sie lehnten sich gegen die Wand und übersahen dabei leider ein großes Bild, das sie mächtig zum Schaukeln brachten. Glücklicherweise passierte aber nichts.

Vom Rathaus aus ging es dann geradewegs zum Brunnen des Marktplatzes - wir hörten ein Referat von Katha - und dann gingen wir ein paar Schritte weiter zum Wedekindhaus. Bei dem folgenden Vortrag von Robert erfuhren wir etwas mehr über das Wedekindhaus, das gleich neben dem Tempelhaus steht. Unter anderem soll sich dort eine uns von Linda erzählte Sage zugetragen haben, die allerdings zu lang ist um sie hier wiederzugeben.

Unsere nächste Station, der Kehrwiederturm, war mit einem Referat von Felix verbunden und außerdem mit der Keßlerstraße, in der noch sehr schöne alte Fachwerkhäuser zu sehen sind.

Langsam näherten wir uns dem Ende des Ausflugs, doch vorher machten wir noch einen Halt auf dem Kehrwiederwall und vor der Dommauer, einem Teil der alten Stadtmauer, der noch vorhanden ist und an dem man auf einer Schautafel genau sehen kann, wie die Mauerstrecke später verändert wurde. Damit war der Ausflug auch schon zu Ende und es waren doch alle froh - obwohl er auch schön und unterhaltsam war -wieder nach Hause zu können und dass das alte Hildesheim so klein war; ein Gang durch das ganze heutige Hildesheim hätte uns sicher mehr angestrengt.
Charlotte Fuchs