In diesem Schuljahr wurde der Bereich Medienerziehung an unserer Schule weiter ausgebaut. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die intensivierte Zusammenarbeit mit der Polizei Hildesheim.

Der Präventionsbeauftragte der Polizei, Herr Kompe, führte erstmalig 90-minütige Workshops in den 5. Klassen durch. Hierbei setzten sich die Schülerinnen und Schüler altersgerecht mit wichtigen Fragen rund um die Nutzung digitaler Medien auseinander.

Im Mittelpunkt stand dabei zunächst die Frage, wann und unter welchen Bedingungen Kinder digitale Angebote wie Smartphones, Apps oder soziale Netzwerke überhaupt nutzen dürfen. In diesem Zusammenhang wurden auch Altersbeschränkungen bei Apps und Plattformen thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, warum viele Dienste erst ab einem bestimmten Alter freigegeben sind und welche Risiken entstehen können, wenn diese Vorgaben nicht eingehalten werden. Gleichzeitig wurde die Rolle der Eltern beleuchtet und verdeutlicht, warum klare Regeln und eine begleitete Mediennutzung nicht nur sinnvoll, sondern auch Pflicht der Eltern sind.

Die Kinder lernten außerdem, welche Gefahren in sozialen Netzwerken bestehen können, beispielsweise durch den Kontakt mit fremden Personen, ungeeignete Inhalte oder sogenannte „Challenges“. Dabei wurde aufgezeigt, dass hinter scheinbar harmlosen Trends teils erhebliche Gefahren stecken können.

Darüber hinaus spielte der verantwortungsvolle Umgang mit persönlichen Daten eine zentrale Rolle. Es wurde verständlich erklärt, warum persönliche Informationen nicht leichtfertig weitergegeben werden dürfen und welche Konsequenzen ein unbedachter Umgang haben kann.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf rechtlichen Aspekten der Mediennutzung. So wurden das Recht am eigenen Bild sowie der Schutz von Bildern aus dem höchstpersönlichen Lebensbereich thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass Fotos und Videos von anderen Personen nicht ohne deren Einwilligung verbreitet werden dürfen – insbesondere dann nicht, wenn eine Person sich in einer hilflosen Lage befindet. Verstöße können nicht nur verletzend sein, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch das Thema Cybermobbing wurde angesprochen. Die Kinder erfuhren, wie schnell beleidigende Nachrichten, Ausgrenzung oder das Verbreiten von Bildern im Internet entstehen können und welche schwerwiegenden psychischen Verletzungen dies bei Betroffenen verursachen kann. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls erläutert, dass Cybermobbing unter bestimmten Umständen strafrechtlich relevant sein kann.

Durch anschauliche Beispiele und den direkten Austausch mit dem Experten erhielten die Kinder wertvolle Orientierung für ihren digitalen Alltag. Ziel der Workshops ist es, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler frühzeitig zu stärken und sie zu einem verantwortungsbewussten, respektvollen und sicheren Umgang mit digitalen Medien zu befähigen.

Christian Buitenduif

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