Der EA-Kurs Deutsch 3 beginnt das neue Thema „Sprache – Denken – Wirklichkeit“, indem wir kreative Texte über unser eigenes schönstes deutsches Wort verfassen.

Diese Texte möchten wir mit der Schulgemeinschaft teilen.

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Sandkastenfreund                                                                        Jael Sophie Patrassi

Mein schönstes deutsches Wort ist Sandkastenfreund. Es beschreibt eine so einzigartige und wertvolle erste Erfahrung mit Freundschaft, die wir alle am Anfang unseres Lebens machen durften. Sandburgen bauen, sich um den Spielzeugbagger streiten, für Mama oder Papa einen Tee aus Sand, Blättern, Erde und Pfützenwasser kochen.

Auch wenn wir unsere Sandkastenfreunde heute viellicht nicht mehr kennen bleiben sie doch wichtig. Sie sind Teil von uns, Teil unserer ersten Schritte zum Groß-Werden. Und so blieben sie auch Teil von uns, denn wahrscheinlich waren sie die ersten richtigen Freunde, die wir jemals hatten.

 

 

Liebes_erklärung                                                                           Marlene König

Ist Liebe Liebe? Braucht Liebe eine Klärung?

Was ist Liebe?

Vier Augen, drei Worte, zwei Menschen, ein Gefühl.

Ich liebe dich.

So wenig gesagt und doch so viel.

 

Liebe ist Liebe, braucht Liebe eine Erklärung?

Eine wörtliche Offenbarung?

Sehende Herzen, sprechende Augen.

Ich liebe dich.

So viel gesagt und doch nie genug.

 

                                                       

Fantasie                                                                                           Annika Müter

Dieses Wort ist für mich das schönste deutsche Wort.

Grenzenlos.

Nichts gibt einem die Freiheit, die einem dieses Wort gibt. Grenzenlos.

Die Freiheit, sich alles vorzustellen, was man möchte.

Grenzenlos. 

Niemand, der einen davon abhält, nichts, was einem Gedanken und Ideen verbietet.

Grenzenlos.

Ein Raum, in dem man voll und ganz kreativ sein kann.

Grenzenlos..

 

 

Sternschnuppe, die                                                                     Lou Tholen

Mein schönstes deutsches Wort lautet „Sternschnuppe“. Das Wort besteht aus den zwei Wörtern „Stern“ und „Schnuppe“. Doch die Sternschnuppe hat weder etwas mit einem Stern noch etwas mit einer Schnuppe zu tun.

Eine Sternschnuppe ist ein Meteor, der eine leuchtende Spur durch verglühende Trümmerteilchen hinterlässt, aber bei uns Menschen ein Gefühl von Hoffnung und Glück auslöst.

Für uns wirkt es wie etwas Magisches und Unerreichbares, was wir nur für Sekunden erblicken können.

Und genau deswegen ist „Sternschnuppe“ mein schönstes deutsches Wort.

 

 

Abgebrüht                                                                                     Simon Boltzendahl

Ich fühl nichts mehr, so nenn' mich abgebrüht

Du kannst mich schlagen, treten, es stört mich nicht

Der Schmerz der Brühe ist zu stark

Hier bin ich fertig, du kannst mir nichts mehr tun

 

Das Wort „abgebrüht“ klingt vor allem Schmerzhaft

Doch heißt es nicht das Gegenteil?

Auch wenn man sich vermählt

So ist das Wort geläufig im Wortschatz

Die Bedeutung wandelt sich:

Bin ich jetzt unempfindlich, oder hab ich doch der Gefühle höchste?

 

Die Bildsprache dieses Wortes ist gewaltig

Stellt man sich vor, man wird mit heißem Wasser übergossen, da fühlt man erstmal nichts mehr

Oder ist doch die Brühe abgebrüht, ist fertig mit der Welt

Hat ihren Zweck erfüllt und wird jetzt nur noch geschlürft?

Ist das Glas halbleer oder voll? Ist das eine ähnliche Frage?

Bin ich abgebrüht, bin kalt vor Schmerz?

Oder bin ich fertig gebraut, und kann nicht mehr gestört werden?

Die Frage bleibt dir überlassen, ist dir freigestellt.

 

 

Wellen                                                                                      Anna Rohmann

Mein Herz schlägt für „Wellen“.

Wellen erscheinen uns blau, manchmal türkis, manchmal grau.

Manchmal wiegen sie sanft hin und her.

Berühren sich gegenseitig, brechen.

Wellen können eine unendliche Kraft entfalten.

Trotzdem beugen sie sich dem Wind.

Ganz sachte schmiegen sie sich der Erde an.

Auch steckt unvorstellbar viel Leben in und unter ihnen. Wellen.

Sie faszinieren uns, muntern uns auf, beruhigen uns.

Rauschen.

Wir können stundenlang beobachten, wie sie am Horizont tanzen, wie sie im funkelnden Licht der untergehenden Sonne glänzen.

Wellen kommen und gehen.

Pulsierend wie ein Herz.

 

 

Augenblick                                                                                      Nele Raedel

Ein kurzer Moment. Flüchtig. Dauert nicht länger als drei Sekunden. Augenblicke sind die kleinen Dinge im Leben. Wir fangen etwas mit unseren Augen auf. Die schönen Augenblicke möchte ich gerne für immer behalten. An die schönen Augenblicke will ich mich erinnern. Ein Augenblick kann alles sein und das ist es, was den Augenblick so besonders macht.

Es ist mein Augenblick und diesen kann mir keiner nehmen.

  

 

Tagtraum                                                                                        Tarja Leonie Gerber

 

Dies ist für mich das schönste deutsche Wort.

Wer sagt, dass man nur bei Nacht träumen muss?

                  Und nicht auch während des Tages?

Nur ein kurzer Augenblick und schon befindet man sich gedanklich woanders.

                          Irgendwo weit weg.

                          An einem schönen Ort.

                          Alles ist voller Ruhe und Entspannung.

                          Keiner, der dich stören kann.                  

                          Fern von der jetzigen Realität.

                                                 Unerreichbar für die Menschen um dich herum.

Ist es nicht schön?

Ist es nicht schön, auch bei Tag, bei vollem Bewusstsein, in eine Welt voller Fantasie eintauchen zu können?

Ist es nicht schön, einfach mal deine Umgebung, den ganzen Stress und alle Sorgen zu vergessen?

Ist es nicht schön, auch wenn es nur ein paar Minuten sind, in deiner perfekten Realität zu leben?

                Es ist schön.

                              Einmal abschweifen zu können,

                              unerreichbar zu sein,

                              alles zu vergessen,

                              dort zu sein, wo man am liebsten sein möchte.

 

  

Nein?“- „Doch!“                                                                                      Erika Bielert

„Doch“ ist mein schönstes deutsches Wort. Diesem Wort können vielerlei Bedeutungen zugeordnet werden, doch als Modalpartikel bekommt es nochmal einen wunderschönen Touch. Wenn es einem schwerfällt, Leute zu überzeugen, so hat ein kompaktes „doch“ in einem Argument viel Aussagekraft. Die Nutzung des Wortes geschieht jedoch auf eigene Gefahr. Als meine ausländische Mutter dieses Wort zum ersten Mal aus meinem Mund gehört hat, sah sie all die Jahre der Erziehung an ihren Augen vorbeiziehen. In anderen Worten: Sie dachte, ich hätte sie beleidigt. „Doch“ ist ein äußerst expressives Wort, welches in anderen Sprachen nur bedingt oder sogar nicht übersetzbar ist. Vorsicht ist daher angesagt!

 

 

Nostalgie                                                                                         Jarla Annik Matthies

Nostalgie ist mein schönstes deutsches Wort. Für mich ist Nostalgie die sehnsüchtige und schmerzhafte und oft traurige Erinnerung an einen bereits vergangenen Moment.

Nur war dieser ein glücklicher, geprägt von Freude und Lachen und Liebe.

Es fühlt sich oft an, als würde man vor seinem Lieblingsobstbaum stehen, aber all die guten Früchte hat man bereits gepflückt und verzerrt, in den Tagen, Wochen, Monaten und Jahren zuvor.

Alles, was einem bleibt, ist die Erinnerung daran, obwohl auch diese mit der Zeit langsam schwindet.

 

 

Sehnsucht                                                                          Finja Specht

 

Mein schönstes deutsches Wort ist ,,Sehnsucht“

Wo man sich einerseits nach etwas sehnt, 

                                               etwas sucht, 

                                               sich nach etwas streckt

Welches in einem Moment gerade nicht erreichbar scheint

Egal ob     eine Person, 

                 einen Moment oder 

                 einen Ort

Man will so sehr gerade dort sein, wo und wie man es sich soeben vorgestellt hat

Und man kann davon einfach nicht genug bekommen. 

 

 

 

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